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Third Points aggressiver Strategiewechsel: Entschlüsselung von Loebs milliardenschwerem Vertrauensvotum in die künstliche Intelligenz (artificial intelligence, AI)

In einem eindeutigen Signal an den Markt haben der Aktivistinvestor Dan Loeb und sein Hedgefonds Third Point LLC ihre Exponierung zur Infrastrukturebene der künstlichen Intelligenz (künstliche Intelligenz, AI) aggressiv ausgeweitet und ihre Beteiligungen an Microsoft Corporation (NASDAQ: MSFT) und Meta Platforms (NASDAQ: META) deutlich erhöht. Diese strategische Neuzuweisung, die in den neuesten behördlichen Einreichungen und Investorenmitteilungen dieser Woche offengelegt wurde, erfolgt in einer Periode erhöhter Volatilität im Technologiesektor und deutet darauf hin, dass eine der prominentesten Stimmen an der Wall Street den AI-Superzyklus (AI Supercycle) noch lange nicht für beendet hält.

Loebs Schritt steht im starken Kontrast zu den zunehmenden Stimmen, die Ende 2025 von einer „AI‑Blase“ sprachen. Indem er seine Position in Microsoft nahezu verdreifachte und seine Beteiligung an Meta um fast die Hälfte erhöhte, verdoppelt Loeb effektiv seine Wette auf die These, dass Hyperscaler (hyperscalers) — die riesigen Tech‑Konzerne, die das physische und digitale Rückgrat der KI aufbauen — die attraktivsten risikoadjustierten Vehikel bleiben, um von der nächsten Phase der generativen KI (generative AI) zu profitieren: dem Übergang von Experimenten zur agentischen Bereitstellung.

Aufschlüsselung der „Smart Money“-Rotation

Das Ausmaß der Portfolioumstellung von Third Point ist erheblich und spiegelt eine hochüberzeugte Wette wider, keine bloße Absicherungsstrategie. Laut den neuesten 13F‑Einreichungen für den Zeitraum bis zum 30. September 2025 und nachfolgenden Investoren-Updates hat der Fonds eine entschiedene Kapitalrotation in das vorgenommen, was Loeb als „digital versierte, kapital‑effiziente Gewinner“ bezeichnet.

Die Schlagzeile ist der massive Anstieg der Microsoft‑Position. Third Point erhöhte seinen Anteil an dem in Redmond ansässigen Konzern um etwa 175 % und brachte den Gesamtbestand auf rund 1,1 Millionen Aktien. Dieser Schritt macht Microsoft zu einem Eckpfeiler des Aktienportfolios des Fonds und unterstreicht das Vertrauen in die Fähigkeit des Unternehmens, seinen Azure OpenAI Service und das wachsende Copilot‑Ökosystem zu monetarisieren.

Gleichzeitig vergrößerte Loeb die Fonds‑Exponierung gegenüber Meta Platforms um 47 %. Diese Entscheidung scheint Mark Zuckerbergs hohe Kapitalaufwendungen zu bestätigen, die zuvor in Teilen der Wall Street Kritik hervorgerufen hatten. Die Analyse von Third Point stimmt offenbar mit der Sicht überein, dass Metas Open‑Source‑Llama‑Modelle und der massive Ausbau von Rechenzentren langfristig zur Dominanz bei der Integration sozialer KI und zur Effizienzsteigerung der Werbung führen werden.

Strategische Begründung: Infrastruktur statt Spekulation

Um das Gewicht dieser Entscheidung zu verstehen, muss man die vergleichenden Daten von Third Points jüngsten Manövern betrachten. Die folgende Tabelle skizziert die wichtigsten Anpassungen des Fonds im KI‑Sektor und hebt die spezifischen Investmentthesen hervor, die diese Allokationen antreiben.

Third Point LLC: Wichtige Anpassungen im KI‑Sektor (Q3/Q4 2025)

Ticker Company Stake Change Core Investment Thesis
(derived from investor letters)
MSFT Microsoft Corp. +175% Dominanz in Enterprise‑KI‑Software (Copilot) und
exklusiver Zugang zu OpenAIs Frontier‑Modellen.
META Meta Platforms +47% Führerschaft im Open‑Source‑KI‑Bereich (Llama‑Reihe) und
Beschleunigung der werbegetriebenen Umsätze durch KI.
NVDA Nvidia Corp. Wiederaufnahme / Erhöhung Resiliente Nachfrage nach Blackwell‑Architektur‑Chips
trotz Normalisierung der Lieferkette.
AMZN Amazon.com Inc. Erhöht Wiederbeschleunigung generativer KI bei AWS und
Effizienzgewinne in der Logistik durch Robotik.

Die Tabelle zeigt eine klare Präferenz für etablierte Marktteilnehmer mit starken Bilanzen. Anders als die Risikokapitalströme, die 2024 spekulativen Start‑ups auf Anwendungsebene nachjagten, konzentriert sich Loebs Strategie in 2026 auf die „Pick‑and‑Shovel“-Anbieter — Unternehmen, die unabhängig davon Umsätze generieren, welche konkreten KI‑Anwendungen sich letztlich durchsetzen.

Umgang mit den „Capex Wall“-Befürchtungen

Eine der vorherrschenden Erzählungen Ende 2025 war die Angst vor einer „Capex‑Wand (Capex Wall)“ — die Idee, dass die Ausgaben der Big Techs für NVIDIA‑GPUs und kundenspezifische Siliziumlösungen das Umsatzwachstum überholen und zu Margendruck führen könnten. Loebs Anlegerbrief geht direkt auf diese Kritik ein und weist die Skepsis als kurzsichtig zurück.

Third Point argumentiert, dass die „unermüdliche Verpflichtung zu AI‑Capex“ keine Belastung für die Gewinne, sondern eine notwendige Maßnahme zum Aufbau eines Burggrabens ist. Bei Microsoft deuten die beschleunigten Gewinne im Intelligent Cloud‑Segment darauf hin, dass die Nachfrage nach AI‑Rechenleistung das Angebot übertrifft, was die hohen Investitionen rechtfertigt. Ebenso hat Metas Fähigkeit, KI in seine Kernwerbeprodukte zu integrieren, zu höherer Nutzerbindung und besseren Konversionsraten geführt, wodurch sich die Infrastrukturaufwendungen in Echtzeit amortisieren.

Diese Perspektive wird durch aktuelle Branchenberichte von Hazeltree und anderen Marktanalysten gestützt, die feststellen, dass, obwohl Hedgefonds‑Konzentration im Tech‑Bereich hoch ist, die Unterscheidung zwischen „hochwertigen“ KI‑Spielern (MSFT, META) und „spekulativen“ Akteuren sich vergrößert. Loeb positioniert Third Point auf der Qualitätsseite und wettet darauf, dass die Unternehmen mit den tiefsten Taschen diejenigen sein werden, die die kritischen Engpässe bei Energieverbrauch und Rechenzentrums‑Kapazität lösen.

Der breitere Marktkontext: 2026 als Jahr der „agentischen KI“

Das Timing dieser Investitionen fällt mit einem technologischen Wandel zusammen, der oft als „agentische KI (Agentic AI)“ bezeichnet wird — Systeme, die eigenständig logisch schließen, planen und Aufgaben ausführen können, statt nur Text oder Bilder zu generieren. Microsoft Research hat 2026 als das Jahr hervorgehoben, in dem KI „jenseits der Konversation zur Zusammenarbeit“ schreitet, ein Sentiment, das Loebs Optimismus wahrscheinlich untermauert.

Wenn 2024 die Chatbots dominierten und 2025 die Integration, steht 2026 im Zeichen der Autonomie. Microsofts Fahrplan, stark gestützt durch die Partnerschaft mit OpenAI, sieht KI‑Agenten vor, die sich in Unternehmenssoftware zurechtfinden und komplexe Workflows ausführen können. Indem er seinen Anteil jetzt erhöht, wettet Loeb darauf, dass Microsoft den Löwenanteil des durch diese Produktivitätsrevolution geschaffenen Werts abschöpfen wird.

Hinzu kommt, dass die in Marktberichten erwähnte Volatilität — resultierend aus geopolitischen Spannungen und regulatorischer Prüfung — Einstiegspunkte geschaffen hat, die wertorientierte Aktivisten wie Loeb unwiderstehlich finden. Während einige Investoren den Sektor während der „Liberation Day“-Abverkäufe und Rezessionsängste Mitte 2025 verließen, nutzte Third Point diese Rücksetzer, um Aktien zu akkumulieren, die sie im Verhältnis zum Zukunftsertrag als rabattiert ansehen.

Risiken und Gegen‑Narrative

Trotz der optimistischen Positionierung ist die Strategie nicht ohne Risiken. Die Konzentration des Kapitals in den „Magnificent Seven“ (oder den überlebenden Mitgliedern davon) setzt den Fonds regulatorischen Gegenwinden aus. Sowohl Microsoft als auch Meta sehen sich laufenden Kartelluntersuchungen in der EU und den USA gegenüber, die theoretisch strukturelle Änderungen oder empfindliche Geldstrafen erzwingen könnten.

Zudem argumentieren die Verfechter der „AI‑Blase“, dass sich die Kapitalrendite (Return on Invested Capital, ROIC) für generative KI (generative AI) noch nicht in einem Umfang materialisiert hat, der Billionenbewertungen rechtfertigt. Sollte die Unternehmensadoption ins Stocken geraten oder sich herausstellen, dass „agentische KI (Agentic AI)“ schwerer zu realisieren ist als erwartet, könnten die Bewertungsmultiplikatoren für MSFT und META deutlich schrumpfen.

Loebs Erfolgsbilanz legt jedoch nahe, dass er diese Risiken für handhabbar hält. Sein Wiedereinstieg in Nvidia, nachdem er die Position zuvor reduziert hatte, signalisiert den Glauben daran, dass der Hardware‑Zyklus weiter Bestand hat. Die Nachfrage nach „Training‑Compute“ wird inzwischen durch „Inference‑Compute“ ergänzt — die Rechenleistung, die erforderlich ist, um Modelle im Einsatz auszuführen — was dem gesamten Halbleiter‑ und Cloud‑Ökosystem einen sekundären Rückenwind gibt.

Fazit: Eine Stimme für die Etablierten

Dan Loebs jüngste Schritte fungieren als Indikator für die institutionelle Stimmung Anfang 2026. Die Botschaft ist klar: Der AI‑Trade entwickelt sich weiter, er endet nicht. Durch die Erhöhung der Positionen in Microsoft und Meta signalisiert Third Point, dass die Gewinner des nächsten Jahrzehnts wahrscheinlich die gleichen sein werden wie die Gewinner des vergangenen — vorausgesetzt, sie setzen ihre KI‑Roadmaps weiter erfolgreich um.

Für Anleger unterstreicht dies die Bedeutung, kurzfristiger Volatilität weniger Gewicht beizumessen und sich stattdessen auf strukturelle Vorteile wie Daten, Distribution und Kapital zu konzentrieren. Während sich die KI‑Landschaft vom Hype zur harten Technik wandelt, setzt das „kluge Kapital“ auf die Baumeister.

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