
Davos, Schweiz — 23. Januar 2026 — Als das World Economic Forum (WEF) sein Jahrestreffen in Davos abschließt, ist eine klare Botschaft an die globalen Wirtschaftsführer hervorgegangen: Die Ära der AI-Experimente ist vorbei, und das Zeitalter des Arbeitskräftewandels hat begonnen. Die neuesten vom Forum veröffentlichten Daten zeichnen ein erstaunliches Bild der nahen Zukunft und schätzen, dass 1,1 Milliarden Arbeitsplätze in den nächsten zehn Jahren durch Technologie grundlegend transformiert werden.
Bei Creati.ai haben wir die Diskussionen in Davos 2026 genau verfolgt, in denen die Schnittstelle von künstlicher Intelligenz (artificial intelligence) und Humankapital im Mittelpunkt stand. Der Konsens ist klar – die technologische Einführung ist nicht länger die Hauptbarriere; die Herausforderung besteht vielmehr darin, eine Belegschaft vorzubereiten, die in der Lage ist, diese mächtigen neuen Werkzeuge zu nutzen. Berichte weisen darauf hin, dass 86 % der Unternehmen erwarten, dass die künstliche Intelligenz ihre Abläufe bis 2030 beeinflusst; damit ist Umschulung nicht nur ein soziales Gebot, sondern eine kritische Geschäftsüberlebensstrategie.
Die auf dem diesjährigen Forum präsentierten Zahlen unterstreichen die Dringlichkeit der Lage. Die WEF-Reskilling-Revolution (Reskilling Revolution)-Initiative hat hervorgehoben, dass die Integration von Generative KI (Generative AI) und Automatisierung in einem Tempo voranschreitet, das traditionelle Bildungszyklen übertrifft. Der „Future of Jobs Report 2025“, ein Schwerpunkt der Diskussionen in dieser Woche, legt nahe, dass die Störung weit über den Technologiesektor hinausgehen und Rollen im Gesundheitswesen, Finanzwesen und in der Fertigung umgestalten wird.
Für Unternehmen signalisiert dies einen massiven Wandel in der Wertschöpfung. Es reicht nicht mehr aus, Technologie einfach über bestehende Arbeitsabläufe zu legen. Stattdessen müssen Unternehmen Jobrollen grundlegend neu gestalten, um die Zusammenarbeit zwischen Mensch und künstlicher Intelligenz zu nutzen.
Die folgende Tabelle skizziert die wichtigsten Projektionen, die in Davos hinsichtlich der Auswirkungen der künstlichen Intelligenz auf die globale Arbeitskraft diskutiert wurden:
Table: Global Workforce & AI Impact Projections (2026-2030)
| Metric | Projected Value | Strategic Implication for Enterprises |
|---|---|---|
| Veränderte Arbeitsplätze | 1.1 Billion | Enormer Bedarf an internen Upskilling-Akademien |
| Auswirkung auf Unternehmen | 86% of companies | Die Strategie für künstliche Intelligenz muss mit der HR-Strategie verknüpft werden |
| Physischer KI-Markt (Physical AI Market) | $1 Trillion by 2030 | Aufstieg der Robotik und „Real-World“ KI-Anwendungen |
| Instabilität von Fähigkeiten | 44% of core skills | Kontinuierliches Lernen wird zu einer täglichen Betriebsanforderung |
Während viele Organisationen noch mit den theoretischen Aspekten dieses Übergangs ringen, hat sich die globale Technologiefirma HCLTech als praktisches Beispiel dafür hervorgetan, wie Umschulung in großem Maßstab umgesetzt werden kann. Während Sitzungen beim WEF demonstrierte die Führung von HCLTech, wie ein proaktiver Ansatz für Humankapital in der AI-Ära unmittelbare Renditen bringen kann.
Berichten des Forums zufolge hat HCLTech erfolgreich nahezu 80 % seiner Belegschaft im vergangenen Jahr in digitalen Kernkompetenzen geschult. Die Zahlen sind beeindruckend:
C. Vijayakumar, CEO und Managing Director von HCLTech, betonte, dass diese Schulung nicht lediglich technische Fertigkeiten betrifft. Das Ziel ist eine strukturelle Verschiebung des Geschäftsmodells – von rein dienstleistungsorientierter Ausführung hin zu „IP-geführten Lösungen“ (IP-led solutions). Indem Mitarbeiter befähigt werden, künstliche Intelligenz zur Problemlösung einzusetzen, verwandelt das Unternehmen seine Belegschaft effektiv in einen großen Motor für Innovation statt nur in eine Aufgabe-erfüllende Kraft.
Diese Strategie steht im Einklang mit dem breiteren Trend, der in Davos beobachtet wurde: der Pivot von „Service to Solution“ (Service-to-Solution)-Wende. Da grundlegende Programmier- und Verwaltungstätigkeiten automatisiert werden, verlagert sich der Wert eines Menschen im Unternehmen hin zu architektonischem Denken, ethischer Aufsicht und komplexer Entscheidungsfindung.
Eine bemerkenswerte Entwicklung in Davos 2026 war die verstärkte Fokussierung auf „Physische KI (Physical AI)“—die Anwendung von künstlicher Intelligenz auf Robotik und physische Systeme. Da der Markt für Physische KI voraussichtlich bis 2030 nahezu $1 Trillion erreichen wird, vergrößert sich die Qualifikationslücke insbesondere in den Bereichen Ingenieurwesen und Hardware-Software-Integration.
Die Präsentation von HCLTech seiner „AI Lounge“ und Robotikfähigkeiten veranschaulichte, dass die Belegschaft der Zukunft vielseitig sein muss. Die Unterscheidung zwischen „Blue-Collar“- und „White-Collar“-Arbeit verwischt und wird durch eine „New-Collar“-Kategorie ersetzt, die durch die Fähigkeit definiert ist, intelligente Maschinen zu steuern.
Analysten von Creati.ai weisen darauf hin, dass dieser Trend Arbeitgeber vor eine doppelte Herausforderung stellt. Erstens müssen sie ihre digitale Belegschaft so weiterqualifizieren, dass sie Softwareagenten handhaben kann. Zweitens müssen sie ihr operatives Personal darauf vorbereiten, neben physischen Robotern in Produktions- und Logistikumgebungen zu arbeiten.
Für Führungskräfte, die diese Nachricht lesen, ist die Quintessenz aus Davos umsetzbar. Darauf zu warten, dass das Bildungssystem aufholt, ist keine tragfähige Strategie. Basierend auf den Erkenntnissen des World Economic Forum und erfolgreichen Fallstudien wie HCLTech empfiehlt Creati.ai folgenden Drei-Säulen-Ansatz zur Arbeitsbereitschaft:
Die „Reskilling-Revolution (Reskilling Revolution)“ ist nicht länger ein Slogan; sie ist die prägende wirtschaftliche Herausforderung unserer Zeit. Die 1,1 Milliarden Arbeitsplätze, die bis 2030 transformiert werden sollen, stellen sowohl ein Risiko als auch eine Chance dar. Organisationen, die ihre Mitarbeitenden als ihr anpassungsfähigstes Kapital betrachten und entsprechend investieren, werden gedeihen. Diejenigen, die künstliche Intelligenz als Ersatz für menschliche Talente statt als Verstärker behandeln, riskieren, obsolet zu werden.
Während wir weiter in das Jahr 2026 voranschreiten, lautet die Frage für jede Führungskraft nicht, was künstliche Intelligenz für ihr Unternehmen tun kann, sondern was ihr Unternehmen tut, um seine Menschen auf künstliche Intelligenz vorzubereiten.