
In einem entscheidenden Schritt, der das Ende einer Ära für seine Ambitionen in der virtuellen Realität (virtual reality) markiert, hat Meta Platforms eine umfassende Umstrukturierung seiner Hardware-Sparte eingeleitet. Das Unternehmen streicht etwa 10% der Belegschaft von Reality Labs und stellt seine Flaggschiff-Produktivitätsplattform Horizon Workrooms ein. Diese strategische Neuausrichtung signalisiert eine klare Abkehr von immersiven virtuellen Welten hin zu KI-gestützten Wearables und Forschung an Superintelligenz (superintelligence) und spiegelt den aggressiven Vorstoß des Technologieriesen wider, die Landschaft der generativen KI (generative AI) im Jahr 2026 zu dominieren.
Meta hat Entlassungen begonnen, die zwischen 1.000 und 1.500 Mitarbeiter innerhalb seiner Reality Labs-Division betreffen, welche die VR- und AR-Initiativen (VR und AR) umfasst. Diese Kürzungen, die etwa 10% der Mitarbeiterzahl der Einheit ausmachen, unterscheiden sich von früheren Effizienzmaßnahmen; es handelt sich um einen gezielten Abbau der „reinen“ Metaverse-Fähigkeiten des Unternehmens zugunsten einer Integration von KI.
Die Umstrukturierung hat zur sofortigen Schließung mehrerer hochkarätiger interner Spielestudios geführt, die einst die Kronjuwelen des Oculus-Ökosystems waren. Bestätigte Schließungen umfassen:
Zusätzlich wurde Supernatural, die für 400 Millionen US-Dollar übernommene Fitness-App, Berichten zufolge in einen „Wartungsmodus“ mit einem Skelettteam versetzt, womit die aktive Entwicklung effektiv gestoppt ist.
Diese Schrumpfung erfolgt, während Reality Labs weiterhin Kapital verprasst und seit Ende 2020 kumulierte Verluste von über $70 billion angehäuft hat. Allein 2024 verzeichnete die Sparte einen operativen Verlust von $17,7 Milliarden. Da die Geduld der Aktionäre schwindet und das Rennen um KI an Fahrt gewinnt, haben CEO Mark Zuckerberg und CTO Andrew Bosworth beschlossen, die Verluste im VR-Bereich zu stoppen, um Kapital für den kapitalintensiven Kampf um Allgemeine Künstliche Intelligenz (Artificial General Intelligence, AGI) bereitzustellen.
Vielleicht die symbolträchtigste Opfergabe dieser Wende ist Horizon Workrooms, Metas virtuelle Kollaborationsplattform. Einst als Zukunft der Remote-Arbeit gepriesen — wo Avatare in digitalen Sitzungssälen zusammenkommen würden — wird die App am 16. Februar 2026 als eigenständiger Dienst eingestellt.
Die Abschaltung beendet effektiv den von Meta während der Pandemie propagierten Traum „VR für Unternehmen“. Die Details des Auslaufprozesses sind deutlich:
Dieser Rückzug deutet darauf hin, dass die Vision, für tägliche Meetings sperrige Headsets zu tragen, gegenüber reibungslosen Videokonferenzlösungen nicht genügend Anklang fand, weshalb Meta den B2B-VR-Sektor vollständig aufgibt.
Während das „Metaverse“ zurückgedrängt wird, steigen Metas Investitionen in KI auf beispiellose Niveaus. Die aus Reality Labs freiwerdenden Ressourcen werden aggressiv in einen neuen Schwerpunkt „Wearables“ und in die geschützten Superintelligence Labs des Unternehmens umgeschichtet.
Die neue Strategie konzentriert sich auf Ambient Computing (ambient computing) — KI, die Benutzer durch leichte, nicht aufdringliche Hardware unterstützt, anstatt durch immersive Isolation. Das primäre Vehikel für diese Vision sind die Ray-Ban Meta smart glasses, die unerwarteten Konsumentenerfolg mit über 2 Millionen verkauften Einheiten verzeichnet haben. Meta plant, die Produktion bis Ende 2026 auf 20 Millionen Einheiten hochzufahren und die Brille als ultimative „Augen und Ohren“ für seine auf Llama basierenden KI-Modelle zu positionieren.
Wesentliche Säulen der KI-Strategie 2026 sind:
Die folgende Tabelle skizziert den grundlegenden Wandel in Metas operativer Philosophie über die letzten fünf Jahre.
Meta's Strategic Pivot: A Comparison
| Strategy Aspect | The Metaverse Era (2021-2024) | The AI & Wearables Era (2026-Future) |
|---|---|---|
| Core Goal | Immersing users in a 3D virtual world | Augmenting reality with ambient AI intelligence |
| Primary Hardware | VR Headsets (Quest Pro, Quest 3) | Smart Glasses (Ray-Ban Meta, Orion) |
| Key Application | Virtual Meetings (Horizon Workrooms) | AI Assistants (Meta AI, multimodal sensing) |
| Enterprise Strategy | B2B VR Hardware & Software Sales | Consumer-first AI adoption; B2B exit |
| Investment Focus | Reality Labs Operating Costs | GPU Clusters & Model Training |
| Success Metric | Time spent in VR | Daily Active AI Interactions |
Aus Sicht von Creati.ai ist Metas Umstrukturierung eine Bestätigung der „AI-first“-Hardware-These. Die Branche entfernt sich von der Idee, dass Nutzer der Realität entfliehen wollen, und bewegt sich hin zu der Vorstellung, dass Nutzer Unterstützung innerhalb der Realität wünschen.
Indem Meta tote Lasten von Projekten mit niedriger Akzeptanz im VR-Bereich kürzt, strafft es seine Organisation, um direkt mit Google und OpenAI zu konkurrieren. Von dieser Konsolidierung werden wahrscheinlich die „Superintelligence Labs“ am meisten profitieren, da sie sowohl Talent als auch Rechenressourcen gewinnen. Für KI-Entwickler und -Schöpfer signalisiert dies, dass sich das Meta-Ökosystem zunehmend um Llama-Integration und multimodale Eingaben (Video und Sprache) über Wearables drehen wird, anstatt um die Erstellung von 3D-Assets für virtuelle Welten.
Mark Zuckerbergs Wette hat sich vom Aufbau eines neuen digitalen Universums hin zur Schaffung der intelligentesten Entität innerhalb dieser Welt verschoben. Während das Metaverse vielleicht schlummert, hat das Rennen um den ultimativen KI-Begleiter gerade erst Höchstgeschwindigkeit erreicht.